Es hätte alles so schön werden können! Über ein paar Jahre hinweg habe ich Geld auf die hohe Kante gelegt, was gar nicht einmal schwer war, denn die Gäste, die zu uns kommen, sind teilweise vermögend, um nicht zu sagen, in meinen Augen steinreich. Gemessen an meinem bescheidenen Gehalt, wohl gemerkt. Als Empfangschef ist es quasi meine Pflicht, immer auch mal nach dem Rechten zu sehen. Auf den Zimmern. Größere Geldbeträge liegen natürlich nicht einfach so in den Zimmern herum. Und selbst wenn, dann wäre ich natürlich nie so dumm gewesen, mir einen dicken Schein einzustecken. Das Verschwinden einer größeren Summe wäre schließlich sofort aufgefallen und hätte ein schlechtes Licht auf unser Hotel geworfen.
Arbeitsalltag
Arbeitsalltag umfasst die regelmäßigen Abläufe, Routinen und Herausforderungen, die Menschen in ihrem beruflichen Umfeld erleben. Er zeigt, wie Tätigkeiten organisiert werden, wie Zusammenarbeit funktioniert und wie sich Verantwortung, Erfahrung und praktische Fähigkeiten im täglichen Tun widerspiegeln.
Im Arbeitsalltag wird sichtbar, wie Berufe gelebt werden: die Atmosphäre am Arbeitsplatz, der Umgang miteinander, die kleinen Rituale, aber auch die Belastungen und Anforderungen, die den Tag prägen. Er erzählt davon, wie Menschen ihre Aufgaben meistern, Probleme lösen und ihren Beitrag zum Ganzen leisten – oft unspektakulär, aber immer wesentlich.
Zu Gast beim Bergmannsfrühstück im Freizeittreff Karo
Wir kommen gerne der Einladung zu einem Bergmannsfrühstück des REVAG Geschichtskreises Zeche Graf Moltke zu einem weiteren Treffen nach. Walter Hüßhoff, der 1. Vorsitzende des Vereins, stellt uns alle Mitglieder vor und wir haben sofort das Gefühl, bei den Kumpeln willkommen zu sein. An jedem zweiten Mittwoch im Monat finden sich im Bürgertreff Karo rund zwanzig ehemalige Bergleute der Zeche Graf Moltke zu einem gemütlichen Treffen bei einem deftigen Frühstück mit frischen Brötchen und Kaffee zusammen, zu dem alle Interessierten herzlich willkommen sind. Das Bergmannsfrühstück dient, außer der Kontaktpflege, auch dem Informationsaustausch und der Bekanntgabe von Terminen zu den verschiedensten Aktivitäten und Veranstaltungen. So fördert die REVAG die Bildungs- und Migrationsarbeit mit den unterschiedlichsten Projekten, in denen es um den Ruhestand oder um gesundheitliche und sportliche Aufklärung geht. Selbstverständlich gehört auch die Organisation von gut besuchten Festen und Veranstaltungen dazu.
Was geht im Operationssaal ab? – Vorwort
Nachdem ich mein erstes Buch über den Bergbau „Was geht unter Tage ab?“ fertig gestellt hatte, kam mir spontan die Idee, ein Buch über alle Vorgänge, die mit einer Operation zusammenhängen, zu schreiben. Dazu wollte ich nicht nur in einem Krankenhaus die Patienten vor einer geplanten Operation über ihre Ängste befragen, sondern auch bei den anstehenden Operationen live dabei sein.
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus in Gladbeck
Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat zu einer Wanderung auf dem neuen Bergbauwanderweg eingeladen. Etwa dreißig Interessierte sind dieser Einladung gefolgt und treffen sich am 18. Mai, einem Freitagnachmittag. Startpunkt der Tour ist der Festplatz an der Horster Straße, hinter dem eine Hangböschungshalde zu sehen ist. In den Anfängen des Bergbaus wurde versucht, das anfallende Bergematerial aus dem Streckenvortrieb möglichst unauffällig in der näheren Umgebung der Schachtanlage zu verbringen. Typisch für diese Zeit sind Hangböschungshalden, wobei das Bergematerial einfach an einen Hang geschüttet wurde. Sie waren die Vorläufer der aufgeschütteten Halden, die heute im gesamten Ruhrgebiet zu sehen sind.
Was geht unter Tage ab? – Vorwort
Wie kann man sich nur freiwillig in eine Welt begeben, in der es nie Tageslicht gibt, die geradezu lebensfeindlich scheint und die eigentlich eine Männerdomäne ist? Als einzige Frau unter Männern? Angeregt durch einen Literaturwettbewerb, der das Ruhrgebiet zum Thema hatte, kam mir der Gedanke, wie es denn wäre, für einige Tage die Arbeitsbedingungen der Männer unter Tage und die Atmosphäre einzufangen, die sie umgibt. Als Bekannte und Freunde von diesem Vorhaben hörten, fragte mich jemand, ob ich jeden Tag herunter fahren oder die gesamte Zeit unter Tage bleiben würde. Ich hielt diese Frage zunächst für einen schlechten Scherz. Doch am ernsten Gesicht meines Gegenübers konnte ich feststellen, dass diese Frage tatsächlich ernst gemeint war.