Wir kommen gerne der Einladung zu einem Bergmannsfrühstück des REVAG Geschichtskreises Zeche Graf Moltke zu einem weiteren Treffen nach. Walter Hüßhoff, der 1. Vorsitzende des Vereins, stellt uns alle Mitglieder vor und wir haben sofort das Gefühl, bei den Kumpeln willkommen zu sein. An jedem zweiten Mittwoch im Monat finden sich im Bürgertreff Karo rund zwanzig ehemalige Bergleute der Zeche Graf Moltke zu einem gemütlichen Treffen bei einem deftigen Frühstück mit frischen Brötchen und Kaffee zusammen, zu dem alle Interessierten herzlich willkommen sind. Das Bergmannsfrühstück dient, außer der Kontaktpflege, auch dem Informationsaustausch und der Bekanntgabe von Terminen zu den verschiedensten Aktivitäten und Veranstaltungen. So fördert die REVAG die Bildungs- und Migrationsarbeit mit den unterschiedlichsten Projekten, in denen es um den Ruhestand oder um gesundheitliche und sportliche Aufklärung geht. Selbstverständlich gehört auch die Organisation von gut besuchten Festen und Veranstaltungen dazu.
Bergmannsfrühstück
Das Bergmannsfrühstück steht für lebendige Erinnerungskultur und für Geschichten, die ein Stück Gladbecker Vergangenheit wieder greifbar machen. Über zwei Jahre hinweg haben Beatrix und Michael Petrikowski mit mehr als fünfzig Zeitzeugen gesprochen, deren Stimmen in diesem Buch zusammenfinden. Sie berichten von ihrer Kindheit, ihrer oft gefahrvollen oder spannenden Arbeit unter Tage, von prägenden Erlebnissen und persönlichen Anekdoten. Manche erinnern sich an Kriegstage, Bombenangriffe, Kinderlandverschickung oder das Hamstern auf den Dörfern, andere erzählen vom Vereinsleben, von Traditionen und der Pflege bergmännischer Bräuche.
All diese Erinnerungen sind durch ein wiederkehrendes Treffen verbunden: das monatliche Bergmannsfrühstück des Geschichtskreises Zeche Graf Moltke. Dort wurden Themen diskutiert, Erfahrungen geteilt und Aktivitäten geplant – etwa die Arbeit der ehemaligen Bergleute an Schulen. Dieses regelmäßige Zusammenkommen bildet den roten Faden des Buches und zeigt, wie Gemeinschaft, Geschichte und persönliche Lebenswege miteinander verwoben sind.
Auf den Spuren des Steinkohlenbergbaus in Gladbeck
Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat zu einer Wanderung auf dem neuen Bergbauwanderweg eingeladen. Etwa dreißig Interessierte sind dieser Einladung gefolgt und treffen sich am 18. Mai, einem Freitagnachmittag. Startpunkt der Tour ist der Festplatz an der Horster Straße, hinter dem eine Hangböschungshalde zu sehen ist. In den Anfängen des Bergbaus wurde versucht, das anfallende Bergematerial aus dem Streckenvortrieb möglichst unauffällig in der näheren Umgebung der Schachtanlage zu verbringen. Typisch für diese Zeit sind Hangböschungshalden, wobei das Bergematerial einfach an einen Hang geschüttet wurde. Sie waren die Vorläufer der aufgeschütteten Halden, die heute im gesamten Ruhrgebiet zu sehen sind.