Gerade klingelt es zur großen Pause. Das wird aber auch langsam Zeit! Frau Middeldorf unterrichtet die Hauptschüler einer neunten Klasse in Buer im Fach Erdkunde und ihr Unterricht wirkt auf die Schüler wie eine Schlaftablette.
„Halt! Noch einen Moment! Als Hausaufgabe gebe ich euch …“, Frau Middeldorf verstummt, denn die Hälfte der Schüler hat schon längst den Klassenraum verlassen, und die übrig gebliebenen strafen ihre Lehrerin mit Missachtung.
Leseproben
Leseproben öffnen ein erstes Fenster in die Welt unserer Bücher. Sie geben dir einen unmittelbaren Eindruck von Sprache, Ton und Atmosphäre und zeigen, welche Themen, Figuren und Perspektiven dich erwarten. Jede Vorschau ist eine Einladung, tiefer einzutauchen – sei es in berührende Geschichten, spannende Handlungsverläufe oder inspirierende Gedankenwelten. So findest du schnell heraus, welches Buch dich weiter begleiten soll.
Von der Idee zur Tat
Mein erster Schritt bestand darin, dass ich einen guten Bekannten um eine Vermittlung bei den entsprechenden Stellen der Ruhrkohle AG gebeten habe. Nachdem das erste Feedback mir Hoffnungen machte und ich ungeduldig nachfragte, wurde ich belehrt: Der Bergbau plant zwar lange, aber dafür auch gut! Und selbstverständlich müsse mein Besuch bei der Bergbehörde beantragt und genehmigt werden. Da es sich in diesem Fall nicht nur um eine normale Grubenfahrt handelt, wie sie sonst schon mal Besuchergruppen erlaubt wird, müssen enorme Anstrengungen für diesen Ausnahmefall seitens der RAG unternommen werden. So hieß es für mich, dass ich mich weiterhin in Geduld üben muss, was nicht gerade zu meinen Stärken zählt.
Mit dem Förderkübel unter Tage
Die Bergbaugeschichte Gladbecks nahm ihren Anfang im Dezember 1873 mit der Abteufe von Schacht I westlich der Landstraße zwischen Gladbeck und Horst, denn bevor die Zeche „Rieckchen“ errichtet werden konnte, mussten erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Damit die ersten Bergleute mit dem Ausbau des Streckennetzes beginnen konnten, wurde der Schacht, in dem später der Förderkorb die Bergleute unter Tage befördern sollte, ausgehoben. Den ersten Spatenstich machte der Gladbecker Bergmann Lindemann und parallel zur Abteufe entstanden das Kesselhaus, ein Malakowturm, eine Dampffördermaschine für zwei Förderkörbe, eine Waschkaue sowie ein Verwaltungsgebäude.
Das Steinkohlengebirge wurde im Jahr 1875 bei einer Teufe von 306 Metern erreicht und man wagte sich noch bis auf insgesamt 458 Metern weiter in die Tiefe. Das Bergwerk wurde im Jahr 1879 in „Graf Moltke“ umbenannt und direkt neben Schacht I wurde in den Jahren 1884 bis 1887 Schacht II niedergebracht. Große Wassereinbrüche erschwerten die weiteren Arbeiten. Bereits mit dem Aufkauf durch die Zeche „Nordstern“ am 1. Januar 1899 wurden freie Felder in Gladbeck-Brauck erschlossen, auf denen von 1900 bis 1903 Schacht III und in unmittelbarer Nachbarschaft dazu von 1902 bis 1904 Schacht IV abgeteuft wurden. Erst die Phoenix AG baute nach der Übernahme am 1. Januar 1907 das Bergwerk zu einer technisch bestens funktionierenden Anlage aus.
Ein paar grundsätzliche Dinge zur Handhabung dieses Buches
Mein Anliegen ist es, Ihnen als Patient die Angst vor einer Operation zu nehmen. Nun kann niemand im Voraus sagen, wie ein Eingriff verlaufen wird. Das ist aber nicht nur bei Operationen der Fall: Sie machen sich auch keine Gedanken darüber, wie Ihre tägliche Fahrt zur Arbeit verlaufen wird oder ob Sie nicht gerade heute unglücklich stürzen werden. Allenfalls bei einer längeren Urlaubsfahrt kommen Sie schon einmal ins Grübeln und hoffen, dass Sie Ihr Ziel unbeschadet und ohne Zwischen fälle erreichen werden.
Was alle anderen kritischen Situationen von der Gefahr, die von einer Operation ausgeht, unterscheidet, ist lediglich die Unkenntnis darüber, was während eines Eingriffs geschieht. Was sich hinter verschlossenen Türen abspielt, zu denen außer den Ärzten und den OP-Schwestern niemand Zutritt hat, wissen die meisten Patienten nicht. Allein diese Tatsache macht vielen schon Angst! Mit diesem Buch will ich genau diese Wissenslücke schließen und Einblicke in eine unbekannte Welt geben.