Was geht im Operationssaal ab? – Vorwort

Nachdem ich mein erstes Buch über den Bergbau „Was geht unter Tage ab?“ fertig gestellt hatte, kam mir spontan die Idee, ein Buch über alle Vorgänge, die mit einer Operation zusammenhängen, zu schreiben. Dazu wollte ich nicht nur in einem Krankenhaus die Patienten vor einer geplanten Operation über ihre Ängste befragen, sondern auch bei den anstehenden Operationen live dabei sein.

Wie bereits bei meiner Anfrage für mein erstes Buch an die Ruhrkohle AG wurde ich ungläubig von Bekannten und Freunden angesehen, weil sich niemand so recht vorstellen konnte, dass ich als „Nicht-Medizinerin“ dazu von einem Krankenhausträger eine Zustimmung erhalten würde. Doch habe ich mich dadurch von meinem Vorhaben nicht abbringen lassen und Ende Mai 2012 eine Anfrage an das St. Barbara-Hospital in Gladbeck gerichtet. Immerhin ist die Heilige Barbara die Schutzpatronin der Bergleute und es wäre ein passender Anschluss an mein erstes Buchprojekt. Noch am gleichen Tag erhielt ich per Mail eine Antwort: Mein Anliegen würde an das Krankenhausdirektorium weitergeleitet, das über eine Entscheidung gemeinschaftlich beraten wird.

Das St. Barbara-Hospital in Gladbeck ist eine Einrichtung der Katholischen Kliniken Emscher-Lippe GmbH, kurz KKEL genannt, und verfügt über 343 Betten. Es ist das einzige Krankenhaus in Gladbeck und eine Vielzahl von unterschiedlichen Krankheitsbildern wird dort behandelt. Für Notfälle ist es die erste Adresse, da Ambulanzen der Kliniken Tag und Nacht besetzt sind.

Zwei Wochen später war es dann so weit und ich habe mich bei Dr. med. Notger Brüstle, einem Ärztlichen Direktor, vorgestellt. Er sollte in Absprache mit dem Geschäftsführer der KKEL, Berthold Grunenberg und dem Pflegedirektor Thomas Kottowski die Entscheidung darüber treffen, ob mein Vorhaben genehmigt wird. Nachdem ich das Konzept des Buches vorgestellt habe und wir einige Details klären konnten, wurde Claudia Bendlin, eine Mitarbeiterin des Krankenhauses, zu dem Gespräch hinzu gebeten. Die Hobbyfotografin hat sich spontan bereit erklärt, an dem Projekt mitzuwirken und entsprechende Aufnahmen in Absprache mit den Patienten zu machen.

Mitte Juli 2012 begann die Arbeit an meinem Buchprojekt im Krankenhaus und es galt zunächst, einige organisatorische Dinge zu klären. Für die zu erstellende Dokumentation mussten schriftliche Einverständniserklärungen der Patienten eingeholt werden, die erst einmal formuliert und verfasst werden mussten. Ich durfte Dr. Brüstle, Facharzt für Allgemeine, Viszeral- und Gefäßchirurgie, bei der Visite auf seinen chirurgischen Stationen begleiten und er hat mich bei dieser Gelegenheit seinen Patienten vorgestellt. In den nächsten Tagen konnte ich im Krankenhaus viele neue Einblicke gewinnen und habe mir Notizen gemacht. Zu Hause habe ich sie dann umgehend zu einem ersten Manuskript verarbeitet, woraus letztlich dieses Buch entstanden ist.

Was geht im Operationssaal ab? von Beatrix Petrikowski

Cover von Was geht im Operationssaal ab? von Beatrix Petrikowski
CreateSpace 2013
Broschur
92 Seiten
ISBN 978-1-4839-7959-5

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